Programm Gliederung Punkt III

Teil III

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III. Kommunisten und Sozialisten stellen alle ihre Erfahrungen in den Dienst des Klassenkampfes und Wirken vor Ort in Theorie und Praxis mit allen friedlieben Menschen für eine aktive proletarische Gerechtigkeit und konsequenten Friedenskampf

III. Kommunisten und Sozialisten stellen alle ihre Erfahrungen in den Dienst des Klassenkampfes und Wirken vor Ort in Theorie und Praxis mit allen friedliebenden Menschen für eine aktive proletarische Gerechtigkeit und konsequentem Friedenskampf

Vor über 165 Jahren schlussfolgerten Karl Marx, Friedrich Engels und Genossen im „Kommunistischen Manifest“, das Kommunisten … keine von den Interessen des ganzen Proletariats getrennten Interessen haben. … sie haben theoretisch vor  der übrigen Masse des Proletariats die Einsicht in die Bedingungen, den Gang und die allgemeinen Resultate der proletarischen Bewegung voraus. … sie unterscheiden sich von den übrigen proletarischen Parteien nur dadurch, dass sie einerseits in den  verschiedenen Kämpfen des Proletariats die gemeinsamen, von der Nationalität unabhängigen Interessen des gesamten Proletariats hervorheben …, andererseits dadurch, dass sie … stets das Interesse der Gesamtbewegung vertreten.“[1]

Schon lange vor den konterrevolutionären Ereignissen von 1989 / 1990 hat sich in Bezug auf die marxistisch-leninistische Gesellschaftswissenschaft auch unter deutschen Gesellschaftswissenschaftlern, Politikern in Theorie und Praxis und somit auch  unter Vertretern des Marxismus-Leninismus eine verhängnisvolle Tendenz für den Verlauf des Klassenkampfes ergeben. Sie ist in etwa mit dem zu vergleichen, was Lenin in seinem Werk „Was tun?“ (1902) u.a. so formulierte: „der wissenschaftliche Sozialismus hörte auf, eine einheitliche revolutionäre Theorie zu sein, und wurde zu einem Mischmasch, der nach „freiem Ermessen“ mit Banalitäten aus jedem neuen deutschen Lehrbuch verwässert wurde; die Losung „Klassenkampf“ gab nicht den Anstoß zu einer immer breiter und immer energischer werdenden Tätigkeit, sondern diente als Beruhigungsmittel, da ja „der ökonomische Kampf untrennbar mit dem politischen verbunden ist“ die   Idee der Partei diente nicht als Aufforderung zur Gründung einer Kampforganisation der Revolutionäre, sondern rechtfertigte einen „revolutionären Kanzleibürokratismus“ und ein kindisches Spiel mit „demokratischen“ Formen.“[2]

Unsere Situation kann nun auch in der gegenwärtigen Situation nicht besser und klarer beschrieben werden. Das diese „dritte Periode“ und der „Mischmasch“ in seinen verbliebenen Eckpunkten zu liquidieren ist, wird auch mit dem Fakt deutlich, dass allein in Deutschland es kleine und kleinste Parteien und politische Gruppierungen gibt, die zwar in ihren Programmen und Statuten sich noch auf das „Kommunistischen Manifest“ bzw. in unterschiedlichster Ausprägung auf die Erfahrungen von Marx, Engels und Lenin beziehen, aber sich im Tagesgeschehen, ihren Beschlüssen, der Zusammenarbeit und des praktischen Miteinander unter vermeintlich Gleichgesinnten oft wie Linkssektierer oder bürgerliche Intellektuelle oder Antikommunisten verhalten.

Mit diesem Grundsatzprogramm der VKP auf dem Gründungsparteitag kommen wir allesamt nicht drum herum festzustellen:

 A) Obwohl wir uns heute als „Vereinigende Kommunistische Partei“ (VKP) konstituieren, so verbinden wir aus der benannten Situation zentrale und konsequente Aufgabenstellungen. Spätestens ab dem Zeitpunkt unserer Gründung müssen wir alle um jeden einzelnen Mitstreiter ringen und die politische Einheit auf der Basis des Marxismus-Leninismus herstellen und dies unabhängig davon, ob und wo er/sie derzeit noch organisiert ist. Gemessen an der gemeinsamen Aufgabenstellung, den Klassenkampf zwischen Bourgeoisie und Proletariat letztendlich für das Proletariat erfolgreich gestalten zu wollen, so sind wir in die Verantwortung genommen, diesen parteiübergreifenden Charakter als gemeinsamen „Nenner“ für unsere Mitglieder wie auch für alle anderen Gleichgesinnten als Aufgabenstellung zu benennen.

Wir stellen damit unmissverständlich klar: Wir konstituieren uns, um auf der Basis gemeinsamer „politischer Auffassungen“[3] den Weg für die Formierung einer einheitlichen politischen und organisierten Kraft des Proletariats erfolgreich gestalten zu können.

B) Wir, die Kommunisten der VKP betrachten den Marxismus-Leninismus als Lehre und Methodik, um die ganze Klasse des Proletariats für die Ziele und Aufgaben im Kassenkampf begeistern zu können, wodurch schließlich die Existenz der ganzen Klasse und jedes einzelnen Individuums auf solider Basis und auf Dauer gesichert werden soll.

Wir stellen gegenüber einem jeden Kommunisten den Anspruch, dass er /sie die Worte M.I. Kalinin’s auch im eigenen Leben und seiner politischen Arbeit bestmöglich umsetzt. Kalinin schrieb: „Als Waffe im Kampf für den Kommunismus, für die Verwirklichung aller kommunistischen Ideale dient der Marxismus-Leninismus. Diese Lehre und ihre Methode sind sowohl in der praktischen wie auch in der wissenschaftlichen Tätigkeit ein mächtiger Hebel. Und wer ein großes und lichtes Leben erstrebt, der muss den Marxismus-Leninismus gründlich kennen.“[4]

Daraus ergibt sich auch die gemeinsame Aufgabenstellung, die marxistisch-leninistische Gesellschaftswissenschaft und Bildungsarbeit unter den aktuellen Bedingungen neu und komplex zu organisieren (siehe dazu die entsprechenden Aufgabenstellungen in diesem Kapitel)

 

C)  Der Maßstab all unserer Arbeit, des politischen Wirkens und der Bewertung der Erfolge und möglichen weiteren Niederlagen im Klassenkampf, dass sind die wirklichen, realen und objektiv möglichen Fortschritte und Verbesserungen der Lebensverhältnisse  aller Proletarier. Jede Überbetonung nationaler oder persönlich-egoistischer Interessen ist eines Mitgliedes der politischen, marxistisch-leninistischen und organisierten Kraft des Proletariats unwürdig!

Auf der Grundlage oben genannter Positionen sehen wir es als eine der wichtigsten Aufgaben für die Verwirklichung unserer Beschlüsse an, dass wir die Menschen, die Proletarier in Stadt und Land von der Richtigkeit der Aufgabenstellungen in unseren Grundsatz- Wahl- und Friedensprogrammen überzeugen. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, dass selbst diese Beschlüsse stets auf ihre Realitätsnähe zu überprüfen sind. Auf neue Erkenntnisse und Erfordernisse im Klassenkampf müssen und werden wir reagieren, ohne dabei die Grundsätze der Partei zu verletzen.

 

Mit den nun folgenden Aufgabenstellungen rücken wir die Wichtigkeit besonderer Schwerpunkte in das Blickfeld unserer Mitglieder, für die sich im Allgemeinen und im Besonderen jedes Mitglied verpflichtet sehen muss:

 

III / 1) Wir Mitglieder befähigen uns gegenseitig und in regelmäßigen internen und parteiübergreifenden Beratungen, dass wir für die Interessen des gesamten Proletariats kämpfen und das wir eben „… keine von den Interessen des gesamten Proletariats getrennten Interessen haben.“

 

III / 2) Die Verwirklichung der weltweit anerkannten Menschenrechte, des proletarischen Internationalismus und der Solidarität sowie des umfassenden nationalen und internationalen Friedenskampfes – dies sind unumstößliche Eckpfeiler im gemeinsamen Klassenkampf. Dazu gibt es keine Alternative. Über die erfolgreiche Gestaltung dieses Kampfes entscheiden zu allererst die bestehenden oder künftigen Macht- und Eigentumsverhältnisse. Das Proletariat ist objektiv in die Verantwortung gesetzt, die Diskussion über die Wege und Methoden ihrer eigenen Machtergreifung und Umsetzung der Demokratie selbst zu befinden und diese durch das eigene Engagement dann Realität werden zu lassen.

 

III / 3) In der Folge der konterrevolutionären Ereignisse hat sich die Situation ergeben, dass die marxistisch-leninistische Gesellschaftswissenschaft und Bildungsarbeit sowohl als Bedingung für die Herausbildung von stabilen Klassenstandpunkten, aber auch als Bildungsoffensive und  „Brückenpfeiler und Bindeglied“ zwischen und unter Gleichgesinnten fast in die Bedeutungslosigkeit abgerutscht ist.

Bei aller Wertschätzung einzelner Bildungsaktivitäten (MASCH bei DKP u.a.; Vortragsreihen bei „Rotfuchs“; Bildungsveranstaltungen bei „offen-siv“; der Karl-Liebknecht-Schule der DKP in Leverkusen, der „Marx-Engels-Stiftung“ in Leverkusen, Lesezirkel der „Marxistischen Blätter“; von Kommunisten-online; der KAZ, Arbeiterstimme, Arbeit / Zukunft, u.a.m.); zum Teil sogar Schulungen der SDAJ und „solid“ bzw. der „Rosa-Luxemburg-Stiftung“ bei der Partei DieLinke u.a.m. - es ist uns auch wegen fehlender Koordination, konzeptioneller Arbeit und Kooperation die Möglichkeit abhanden gekommen, junge Kader ausreichend neben ihrer fachlichen Qualifizierung auch mit dem Wissen des Marxismus-Leninismus auszurüsten. …

Daraus ergibt sich die dringendste Aufgabe, zu den Fragen der marxistisch-leninistischen Gesellschaftswissenschaft und Bildungsarbeit; Koordinierung der konzeptionellen Arbeit sowie Formulierung gemeinsamer Bildungs- und Wissenschaftsinhalte Schlussfolgerungen zu erarbeiten. Ideal wäre, wenn ein Gesellschaftswissenschaftlicher Beirat (GWB) in Folge gemeinsamer Verständigungen und Abstimmungen entstehen würde, der einerseits partei- und vereinigungsübergreifend seine Aufgabenfelder in allen Fachbereichen zu koordinieren hätten und anderseits dazu beitragen könnte, die gemeinsamen Inhalte auch für den Vereinigungsprozess und Formierungsprozess der Marxisten-Leninisten und gleichgesinnten Kommunisten produktiv zu begleiten.

Wir müssen wieder besser lernen, die Wissenschaft und Bildung als Mittel zum Zweck … auch des Klassenkampfes … zu verstehen.

Im Manifest wurde die Aufgabe formuliert: „Die Kommunisten sind also praktisch der entschiedenste, immer weitertreibende Teil der Arbeiterparteien aller Länder; sie haben theoretisch vor der übrigen Masse des Proletariats die Einsicht in die Bedingungen, den Gang und die allgemeinen Resultate der proletarischen Bewegung voraus.

Der nächste Zweck der Kommunisten ist derselbe wie der aller übrigen proletarischen Parteien: Bildung des Proletariats zur Klasse, Sturz der Bourgeoisieherrschaft, Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat. …

… und „Proletarier aller Länder vereinigt euch!“. Es sind Aufgaben, über die es Klarheit in der Sache und dem Wissen und für die Konsequenzen in der gegenwärtigen Arbeit herzustellen gilt.

Kein Kommunist – egal welchen Geschlechtes, Alters, Landes, Herkunft, Nationalität usw. – egal wo er organisiert ist und wirkt, niemand sollte sich einer solchen Aufgabenstellung verschließen.

Allen Mitglieder der VKP sollte von Anfang an klar sein, dass es eine unserer dringendsten und für den Erfolg unseres „Projektes – VKP“ notwendigen Aufgabenstellung ist, dafür  viele Kader, Wissenschaftler, Pädagogen, Politiker, Praktiker sowie noch verbliebene Bildungseinrichtungen der Parteien von DKP, MLPD, Partei die Linke nutzbar zu machen. Dies bedarf klarer Standpunkte und offensiver praktischer Arbeit – überall dort wo wir wirken! Darin bestehen der „Schlüssel“ und die Chance auf Erfolg! Wir formulieren für uns und andere damit auch den Gradmesser und den ehrlichen Willen, sich im gemeinsamen Klassenkampf wirklich vereinigen zu wollen und zu müssen.

 

III / 4) Über 2 Jahre wurde bei Facebook sehr umfangreich, zum Teil sehr heftig aber immer prinzipiell über die Fragen der Methodik der Formierung einer politischen Kraft des Proletariats diskutiert. Dabei gab es viele Überlegungen und Ideen, wie wir dem Ziel näher kommen, was wir heute mit dem Gründungsparteitag der „Vereinigenden Kommunistischen Partei“ (VKP) beschließen wollen.

Manche Überlegungen und Ideen sind für unsere weitere Arbeit bestimmt noch aufzuarbeiten. Der folgende Wortlaut eines Beschlusses von 2011 ist es wert, in das Programm und für die Arbeit der VKP-Mitglieder aktualisiert aufzunehmen. Dort heißt es:

Wir sind von der historischen Notwendigkeit des weltweiten Sieges des Sozialismus überzeugt und verfügen über unterschiedliche politische Lebenserfahrungen. Der Umgang miteinander kann scharf, rau und direkt sein. Beleidigungen, Behinderungen und Diskriminierungen werden unterlassen. Die Meinungen und Auffassungen in den Diskussionen über die Wege zur Erreichung unserer politischen Ziele sind für jedes frei und offen. Innerhalb der Arbeitsgruppe und später auch der Partei wird der Demokratische Zentralismus praktiziert. Die demokratisch gefassten Beschlüsse werden durch alle Mitglieder umgesetzt. Jeder von der kommunistischen Idee überzeugte Genosse, der den Schwur des "Bund der Vereinten Kommunisten" anerkennt, kann Mitglied der VKP werden, unabhängig einer Mitgliedschaft in einer anderen Partei.

Schwur des "Bund der Vereinten Kommunisten" :

Ich gelobe: Getreu der revolutionären Erfahrungen der deutschen und internationalen Arbeiterklasse, der Bauern, des Mittelstandes sowie aller sozialen Schichten, die sich mit dem Proletariat verbunden fühlen oder aus diesen Teilen des Volkes hervorgegangen sind,

niemals zu vergessen, dass der Weltimperialismus die Hauptgefahr für den Frieden und mit seinem Fortbestehen als der unveränderliche Feind aller Ideen, Ziele und praktischen Erfahrungen für den Aufbau des Sozialismus / Kommunismus zu bezeichnen ist;

niemals zu vergessen, dass im Kampf um die endgültige politische und soziale Befreiung aus allen unterdrückten Klassen und Schichten konsequente Kämpfer nötig sind, von denen bisher auch die größten Opfer gebracht wurden;

niemals zu vergessen, dass die Preisgabe der revolutionären Wachsamkeit und eine inkonsequente Beherrschung aller Formen und Seiten der gesellschaftlichen Tätigkeit zur Errichtung und Aufrechterhaltung der politischen und staatlichen Macht verheerende Folgen für die Psyche, Moral und das Leben sozial befreiter und überzeugter Menschen für Sozialismus und Frieden bedeutet;

niemals zu vergessen, dass die revolutionären Erfahrungen der 20er Jahre, die Errungenschaften und über 70-jährigen Erfahrungen des sozialistischen Aufbaus in weiten Teilen der Welt sowie der bewaffnete Schutz der friedliebenden Menschen die Basis für die neuerliche massenpolitische Arbeit sein muss.

Ich gelobe: Das ich stets und immer meine revolutionäre Pflicht gegenüber dem Proletariat und seiner Partei und im Klassenkampf zu erfüllen bereit bin;

stets und immer die wertvollsten Erfahrungen beim Aufbau des Sozialismus / Kommunismus bewahre und ein Kämpfer der Revolution bleibe;

stets und immer für die revolutionäre Einheit der sozialen Klassen- und Befreiungskämpfe wirke und aktiv für eine erfolgreiche politische Massenarbeit in allen dafür möglichen Organisationen und Bewegungen eintrete und mitwirke;

stets und immer mir bewusst bin, dass alle Formen des revolutionären Kampfes für den Sturz der Klassenherrschaft und die soziale Befreiung der Menschheit klug vorbereitet und mit geringsten Verlusten realisiert werden sollen;

stets und immer daran denke, dass mit der sozialen Befreiung der Völker erstmals das Wertvollste was der Mensch besitzt - das Leben, eine neue Qualität und einen wirklichen Sinn bekommt. ;

Im Sinne dieses Schwurs und Gelöbnisses arbeite, bilde ich mich, wirke und kämpfe ich für die ergebnisorientierte Diskussion zur Schaffung einer

Vereinigenden Kommunistischen Partei!

Der revolutionäre Gedanke bei der Gründung einer VKP ist das Zusammenführen von Standpunkten, Erfahrungen und ideologischen Grundlagen aller derzeit existenten sozialistischen / kommunistischen Parteien. Die marxistisch-leninistische Gesellschaftswissenschaft lehrt uns schöpferisch die historischen und aktuellen Klassenkampfbedingungen zu analysieren und aus Geschichte und Gegenwart wichtige Lehren zu ziehen. Die Durchsetzung des demokratischen Zentralismus bedeutet sowohl die Anerkennung und Durchsetzung gefasster und diskutierter Beschlüsse, die aber im Sinne der Gesetzmäßigkeiten des M/L (Negation der Negation) kein Dogma darstellen. Wenn es die Lage allerdings erfordert bzw. sich qualitative Fortschritte ergeben und der Erkenntnisprozess weiter voranschreitet, bedeutet das aber nicht, dass es Veränderungen geben kann, die ganz oder in Teilen den Klasseninteressen des politischen Gegners dienlich sind.

 

Um alle sozialistischen / kommunistischen Kräfte zu vereinigen, brauchen wir Genossen, die in verschiedenen Parteien aktiv sind und sich zum "Bund der Vereinten Kommunisten" inklusive seiner Ziele und der zentralen Forderung nach einer Einheit der Kommunisten bekennen. Somit stellen wir sicher, dass solange sich der Gedanke der Vereinigung als eine neue Qualität bei uns und bei den Mitgliedern anderer Parteien an ihrer Basis noch nicht durchgesetzt hat, … sondern  wir mit breitem Einfluss in den bestehenden linken Parteien die Grundlage für eine Vereinigung auf breiter Basis schaffen. Im Sinne des proletarischen Internationalismus wären natürlich Kontakte zu Genossen in anderen Ländern mit ähnlichen Bestrebungen der kollektiven Sache durchaus zweckdienlich und in jeder Hinsicht zu fördern, der primäre Fokus muss jedoch auf der innerdeutschen Vereinigung liegen. Besonderes Augenmerk für einen breiten Einfluss in der Parteibasis sollte auf der Gewinnung von leitenden Parteifunktionären liegen, diese können wiederum in umfangreicher Form in der Basis für die Gedanken der VKP werben. Im Sinne der Vereinigung sind daher alle Genossen aufgerufen, in ihren jeweiligen Parteien nach bestem Wissen und ihren Möglichkeiten entsprechend unter ihren Parteigenossen für die Einheit der Kommunisten aktiv zu werben.

Jede Partei für sich mag mit ihren Erfahrungen, ihrer parteitheoretischen Grundlage und ihrem "Weg zum Sozialismus" zwar mehr oder weniger funktionieren, dennoch können größeres Fortschritte für das gemeinsame Ziel des Kommunismus und die Klasse des Proletariats nur erreicht werden, wenn man sich zu einer größeren Einheit vereinigt. Wir wählen an dieser Stelle bewusst den Terminus "Vereinigung" und nicht "Vereinheitlichung". Ziel muss es sein, offen für gegenseitige Anregungen und sachorientierte Kritik zu sein. Es soll keine Partei mit dem Fehler der Unterordnung der Basis unter die Leitung entstehen. Innerhalb der Partei hat jeder das Recht, seine Meinung frei zu äußern und zu vertreten, solange diese nicht den Werten des Marxismus-Leninismus oder allgemeinen sozialistischen / kommunistischen Grundansichten zuwider läuft und solange diese in solidarischer, sachorientierter Form ohne persönliche Angriffe auf andere Genossen oder Meinungen innerhalb der Partei geäußert wird. Durch den demokratischen Diskussionsprozess im Parteikollektiv entsteht hierbei eine Meinung, die mit diesem Konsens von möglichst vielen Genossen beschlossen werden muss und einheitlich nach außen vertreten wird. Die neue Qualität der VKP besteht darin, die revolutionärsten Erfahrungen des Klassenkampfes des deutschen und internationalen Proletariats zu studieren, was einschließt auch die besten Erfahrungen kommunistischer und sozialistischer Parteien und Organisationen durch das zutun auch ihrer Mitglieder aufzunehmen und schöpferisch zu verarbeiten. Im Unterscheid zu allen anderen bisher existenten linken Parteien –bestehen der revolutionärere Anspruch und die Legitimation einer VKP. So kann die VKP aus den vollen Erfahrungen, Sichtweisen und Ansätzen der vereinten linken Kräfte schöpfen und so in einem langen, aber ergebnisreichen Diskussionsprozess die beste Lösung zur Verwirklichung einer sozialistischen / kommunistischen Gesellschaft entwickeln. Dass sich dieser Prozess als aufwändiger, länger und auch tiefgreifender gestalten wird als in den bisherigen linken Parteien ist klar, sollte aber niemanden abschrecken, sich daran zu beteiligen. Gerade hieraus erwächst unser Anspruch, uns als vereintes Kollektiv der Kommunisten zu definieren und wir sehen hierin einen wesentlichen Unterschied zu allen bisherigen linken Kräften. Dies muss jedoch mit der Solidarität erfolgen, stets die gemeinsamen Ziele als Genossen, die für dieselbe Klasse und dieselbe Ideologie kämpfen, zu erreichen. Da in unserem Handeln der Gemeinnutz der gesamten Klasse des Proletariats im Mittelpunkt steht, muss jede Grundsatzfrage gleichzeitig unter dem Gesichtspunkt der Wirkung zur Pflichterfüllung in Sachen des proletarischen Internationalismus überprüft werden, damit negative Wirkungen oder national-egoistische Interessen unterbunden werden.

Jeder Mitstreiter ist selbst und entsprechend den kollektiven Möglichkeiten bemüht, in den Erfahrungsschatz der marxistisch-leninistischen Gesellschaftswissenschaft nach seinen Möglichkeiten einzudringen und Gleichgesinnte an seiner Seite auch davon profitieren zu lassen. Aus diesem Grund schlagen wir vor, die "Konferenzen der Kommunisten" , auf denen ein solcher Austausch erfolgen kann, fest an folgende Bedingungen zu knüpften:

Jeder Teilnehmer an einer Konferenz zur Verwirklichung der Grundsätze der VKP erklärt sich uneingeschränkt mit folgenden Orientierungen einverstanden:

  1. Die eigene Position ist nie absolut richtig und man ist stets bereit, die eigene Ideologie zu überdenken, Gedanken eines Genossen aufzunehmen und diesem ebenso sachorientierte, konstruktive Anregungen zu geben.
  2. Die Position eines Genossen ist nie absolut falsch und man ist stets bereit, diese zur eigenen Bereicherung aufzunehmen, dessen Gedanken kritisch-solidarisch zu hinterfragen und ihm seinerseits sachorientierte, konstruktive Anregungen zu geben.
  3. Solidarität, gegenseitiges Verständnis, Offenheit gegenüber neuen     Ideen und die konsequent Orientierung der Arbeit an der Sache bilden die oberste Maxime hierbei.
  4. Es darf keine Ausgrenzung, Verunglimpfung oder Diffamierung aller am konstruktiven Prozess beteiligen sozialistischen / kommunistischen Kräfte stattfinden, dies ist in jeder Form zu unterbinden.
  5. Sollte ein Genosse den Grundsätzen 1 – 4 zuwiderhandeln, kann er mit Beschluss einer Mehrheit von 75% aus der Diskussion ausgeschlossen werden.

Natürlich ergibt sich neben den Inhalten als zentralem Bestandteil bei der Gründung der VKP auch die Frage der strukturellen Zusammenführung. Eine gute Grundlage bietet hierfür die Durchführung und Etablierung von lokalen, bzw. regionalen "Stammtischen der Kommunisten" wo Vertreter aller progressiven linken Kräfte gemeinsam in solidarischer Debatte und gegenseitigem Verständnis ihre Standpunkte und Erfahrungen austauschen. Von diesen Diskussionsrunden sollten Protokolle angefertigt werden, wo die zentralen Erkenntnisse festgehalten werden. Diese Protokolle dienen einerseits zur Bereicherung der Erkenntnisse anderer Basisstrukturen, andererseits zur besseren inhaltlichen Koordinierung durch den leitenden zentralen Arbeitsstab. Auf Bestreben von Genossen können Basisgruppen gegründet werden, was vorher einer Zustimmung des Leitungsstabes bedarf, um den strukturellen Überblick im Sinne des Parteiaufbaus zu behalten und die innerparteiliche Transparenz zu wahren. Der Leitungsstab ist allen Genossen hierbei rechenschaftspflichtig.

Die Arbeit in den so mit der Zeit entstehenden Basisgruppen könnte sich folgendermaßen in 4 wesentliche Teile gliedern:

  1. Basisgruppeninterne inhaltliche Diskussion zur konstruktiven Weiterentwicklung der Vereinigung der verschiedenen Organisationen und Parteien und der gemeinsamen Bereicherung und Weiterentwicklung des Denkens und Handelns.
  2. Ideologische Schulung – sowohl basisintern als auch öffentlich. Gemeinsame Lesungen sozialistischer Grundlagenliteratur und Bildung und Weiterbildung in den Lehren des Marxismus-Leninismus gehören hierbei mit der praktischen Kritik am Kapitalismus und Imperialismus des 21. Jahrhunderts, den potenziellen konkreten Forderungen der Vereinten Kommunisten und der Analyse der tagesaktuellen Politik konsequent verbunden. Die Ideologie des Marxismus-Leninismus bildet die theoretische Grundlage der gesamten Partei und ist fest in ihr verankert. Aber auch diese Ideologie muss ständig praktisch weiterentwickelt und den realen Gegebenheiten entsprechend angewandt werden. Die Methodik ist ebenfalls zu überdenken. Wir können hier aus reichhaltigen Erfahrungen zahlreicher Genossen schöpfen.
  3. Gewinnung von Genossen für die Idee der VKP. Priorität sollte hierbei auf bereits überzeugten Sozialisten / Kommunisten in bestehenden Organisationen und Parteien, als auch auf Sozialisten / Kommunisten liegen, die keiner Organisation angehören. Sekundär muss natürlich auch daran gearbeitet werden, ganz neue Genossen zu gewinnen und die Menschen weiter von der Lehre des Marxismus-Leninismus und den Idealen des Kommunismus zu überzeugen und so die Anzahl der Mitstreiter zu erhöhen.
  4. Schaffung eines solidarischen Parteilebens als sozialistisches Parteibasiskollektiv. Beispielsweise können gemeinsame Feiern, Lesungen oder Kundgebungen organisiert werden, wo die politische Arbeit mit kulturellen oder künstlerischen Inhalten oder aber auch der gemeinsamen Freizeitgestaltung, beispielsweise durch den Besuch sozialistischer Gedenkstätten mit der Basisgruppe, verbunden werden.

 

III / 5)Für uns Kommunisten ist der konsequente Kampf um Frieden und Abrüstung an erster Stelle…für alle Völker der Welt bis in jede Familie hinein, soll dieser Kampf zum Herzensbedürfnis des politischen und organisatorischen Kampfes von Antiimperialisten und Kommunisten werden.

Deshalb bilden für uns proletarischer Internationalismus und konsequenter Friedenskampf eine Einheit im Klassenkampf.


Wir werben dafür, dass jedem Kandidaten in der Partei, zu Landtags- und Bundestagswahlen die Fragen zum konsequenten Kampf um Frieden und Abrüstung und damit nach seinen Positionen gestellt wird.

Wir werben dafür, geben sie keinen Kandidaten, weder 2013 und auch nicht später die Stimme, der für Rüstungsexporte, Beteiligung an Kriegen mit Deutschland oder Deutschland’s bei Kriegseinsätzen der NATO stimmt oder sich passiv im Abrüstungskampf verhält.

 

 

Deshalb werben wir auch für Unterstützer für Volksentscheide:

 *    über den EU- Vertrag von Lissabon,

 *    über die NATO - Mitgliedschaft Deutschlands,

 *    über Auslandseinsätze der Bundeswehr,

 *    zur Begrenzung der Rüstungsproduktion sowie

 *    über die Verteilung der freigewordenen Finanzen zugunsten sozialer Bereiche der Gesellschaft und im weltweiten Kampf gegen Hunger und Elend.

 

Wir appellieren an alle Menschen guten Willens, an alle friedliebenden Kräfte, alle Berufs- und Arbeitslosenschichten, Bauern, Handwerker, Geistesschaffenden und Unternehmer, Gewerkschafter, Mitglieder unterschiedlichster Parteien, Personen verschiedenster Glaubensbekenntnisse und Weltanschauungen, sich den Tatsachen der jüngsten Geschichte bewusster zu werden und im Kampf für den Frieden sich selbst mit ihrer Unterschrift oder einer eigenen Erklärung eindeutig zu positionieren sowie allerorts den Aufrufen der örtlichen Aktionskomitees und weiteren Weggefährden tatkräftige Unterstützung zu geben.

Es lebe der Weltfrieden!


Gestalten wir gemeinsam und offensiv den

 proletarischen Internationalismus!
Schaffen wir Grundlagen, dass der Friedenskampf und Frieden in allen Lebensbereichen und für alle Völker die Grundlage für die Sicherung der Würde aller Menschen wird!

Friedenskampf ist Klassenkampf!



[1] Siehe dazu: http://www.mlwerke.de/me/me04/me04_459.htm#Kap_II; Manifest „Proletarier und Kommunisten“

 

[3] Magisterarbeit zur Erlangung des akademischen Grades MAGISTER ARTIUM (M.A.); Thema: „Die Kooperation der PDS und der WASG zur Bundestagswahl 2005“; Friedrich-Schiller Universität, Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften; Institut für Politikwissenschaft; eingereicht von Falk Heunemann, Matrikel-Nr.: 26765; 15. Januar 1986; III. , 2.5. , S. 39 ff

 

[4] M.I. Kalinin, „Über Kommunistische Erziehung und militärische Pflicht“, gesammelte Aufsätze und Reden, zusammengestellt von M.W. Kabanow; Verlag des Ministeriums für Nationale Verteidigung, Berlin 1960, S. 5

http://www.facebook.com/groups/472966306074449/   VKP-Programmdiskussion facebook

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Dieter Busch | Antwort 10.04.2013 14.52

Zur Jugendarbeit: Mit schon existierenden linken und progressiven Jugendvereinen zusammenarbeiten. Einen neuen Jugendverein brauchen wir nicht.

Dieter Busch | Antwort 10.04.2013 14.50

Wie schon im Anschluß des Teil II, bin ich mit dem Inhalt der Ausarbeitung einverstanden. Wirklich sehr gute Arbeit.

Andreas | Antwort 08.04.2013 23.10

Soweit ich das beurteilen kann, ist das hier eine hervorragende Arbeit. Sie sollte von jeden Gründungsmitglied mit ganzer Kraft unterstützt werden.

Harald Holtz | Antwort 07.04.2013 18.48

Ich bestätige hiermit den III.Programmteil!
Aber die Hauptfrage bleibt: Wie gewinne wir für die notwendige Bildunggsarbeit unsere Jugend???

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Neueste Kommentare

04.01 | 22:32

Hallo Lothar,

kurz zur Info an Dich und die anderen GenossInnen. Auf Facebook treibt zur Zeit ein Querfrontfake-Account mit dem Namen Reiner Bednarski Unwesen.

...
21.08 | 21:09

Moin, Moin Lothar,

ich möchte gern Mitglied im Land Schleswig-Holstein werden. Wer ist mein Ansprechpartner in diesem Land und wie kontaktiere ich die Gruppe?

...
24.04 | 16:18

Häupl, Lothar
L.Haeupl@t-online.de

...
10.03 | 20:53

Deutsche Kameraden! Danke fuer ihre Hilfe! http://gazeta-sp.ru/sekretar-kompartii-germanii-lothar-haeupl-privez-gumpomosch-na-donbass.html

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